Flüchtlingsprojekt an der HLS


Vorträge und Diskussion mit Schülern

An zwei Tagen im Dezember referierten Sylvia Huber und Mahmoud Husni von der Aktion Anker Donauwörth an der Hans-Leipelt-Schule vor allen 12. Klassen der Fach- und Berufsoberschule.
Frau Huber berichtete in ihrem Vortrag von der Situation der Asylbewerber im Landkreis, während Herr Husni, selbst ein syrischer Flüchtling, von seinem Leben in Syrien, den Motiven für die Flucht sowie seinem neuen Leben in Deutschland erzählte. Er versuchte den Schülern die Situation der Menschen, die in unserem Land Schutz suchen, nahezubringen. Dabei betonte er die wichtige Rolle der ehrenamtlichen Helfer. Gerade für neu ankommende Flüchtlinge, die noch kein oder nur schlechtes Deutsch sprechen, kann schon ein Behördengang schnell zu einer unüberwindbaren Aufgabe werden. Aber selbst kleine Gesten wie ein Lächeln können dazu beitragen, dass den Neuankömmlingen der Einstieg in unsere Gesellschaft und damit die Integration leichter fällt.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was auch intensiv genutzt wurde. Die Rückmeldungen der Schüler waren durchwegs positiv, wodurch sich zeigte, dass das Thema Flüchtlinge auch für diese von größter Brisanz ist.

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Die Initiatorinnen des Projekts: unsere Lehrkräfte Kathrin Essick und Alexandra Eisenbarth

Mitte Oktober startete an der Hans-Leipelt-Schule in Donauwörth ein Deutschkonversationskurs für Asylbewerber.
In Kooperation mit dem Landratsamt Donau-Ries wurden zum ersten Treffen knapp 20 Flüchtlinge zwischen 15 und 50 Jahren an der Schule begrüßt.
Ins Leben gerufen wurde er von den beiden Lehrkräften Kathrin Essick und Alexandra Eisenbarth, die den Flüchtlingen die Chance geben möchten, die deutsche Kultur kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Das Ziel des Kurses ist es, die Integration der ausländischen Teilnehmer zu fördern. Unterstützt werden die beiden Lehrerinnen dabei von den Schülern der BOS Vorklasse Technik (BVT).
Zum ersten Treffen erschienen neben vielen syrischen Asylbewerbern auch Frauen und Männer aus Ländern wie Aserbaidschan, Mali oder dem Senegal. Durch das Interesse der Flüchtlinge an der deutschen Gesellschaft sowie deren Hilfsbereitschaft untereinander entstand sehr schnell ein intensiver und lebhafter Austausch zwischen den ausländischen Gästen und den Mitgliedern der Schule. Dabei wurde auf allen Seiten festgestellt, dass man sich gar nicht so fremd ist, wie man im ersten Moment vielleicht dachte. Trotz der unterschiedlichen Herkunft gibt es durchaus viele Gemeinsamkeiten, die durch das Kennenlernen zu Tage gebracht wurden.
Die Resonanz am Schluss des ersten Treffens war sowohl auf Seiten der Flüchtlinge als auch den Schülern durchweg positiv. Auch unsere beiden Lehrerinnen der Hans-Leipelt-Schule waren äußert zufrieden. Der Kurs soll bis Ende des Schuljahres alle zwei Wochen stattfinden.


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Frau Huber, Herr Husni, unsere Lehrkräfte Frau Essick und Frau Eisenbarth sowie Schüler der Klasse BVT

Frau Huber und Herr Husni von der Aktion Anker Donauwörth statteten der Hans-Leipelt-Schule in Donauwörth einen Besuch ab. Im Rahmen der Vorbereitung auf einen Deutschkurs für Asylbewerber, in dem diese die deutsche Sprache üben und die Kultur kennenlernen können, und der von den beiden Lehrkräften Frau Essick und Frau Eisenbarth sowie der Klasse BVT an der Hans-Leipelt-Schule angeboten wird, berichtete Frau Huber von ihrer ehrenamtlichen Arbeit für die Flüchtlinge und deren Lebensbedingungen. Herr Husni, selbst aus Syrien geflohen, schilderte äußerst anschaulich, wie sein Leben in seiner Heimat war, wie sich seine Flucht gestaltet hatte und welchen Problemen Asylbewerber nach ihrer Ankunft gegenüberstehen. Es gelang den beiden, den Schülerinnen und Schülern der Hans-Leipelt-Schule die Position der Flüchtlinge ins Bewusstsein zu rücken und dabei eindringlich aufzuzeigen, dass man diese nicht alleine lassen darf, sondern ihnen Hilfe zur Selbsthilfe geben muss. Nur so kann Integration gelingen.